VW startet eigene Batterieproduktion

Ab 2024 will der Wolfsburger Automobilhersteller Batterien vom hauseigenen Band in seine Modelle einbauen und investiert bis dahin fast eine Milliarde Euro.

Volkswagen startet Batteriezellentwicklung und -fertigung in Salzgitter. (Bild: Volkswagen AG)

Volkswagen startet Batteriezellentwicklung und -fertigung in Salzgitter. (Bild: Volkswagen AG)

Am Montag begannen 300 Experten im Werk in Salzgitter an einer Pilotanlage Fertigungsverfahren für Lithium-Ionen-Akkus zu entwickeln. Ab 2024 will VW dann im Werk in Salzgitter mit der Batteriezellenproduktion starten. Insgesamt sollen mehr als 1.000 Arbeitsplätze entstehen: 300 in der Pilotanlage, 700 in der Fabrik. Volkswagens Partner bei diesem Vorhaben ist das schwedische Unternehmen Northvolt.

Das entscheidende Bauteil beim E-Auto ist die Batterie. Die deutschen Automobilhersteller benötigen künftig viele davon. Nur fehlt ihnen aktuell das Know-how, diese auch selbst zu produzieren. Deshalb kauften sie bisher alle die Batterien in Japan, China oder Korea und machten sich abhängig von den Zulieferern. Denn ohne Batterie, kein E-Auto. VW hat sich jetzt entschieden, das zu ändern. Daimler und BMW haben sich bereits vor Jahren für eine andere Taktik entschieden: Beide kaufen bei den asiatischen Herstellern die Batteriezellen ein und setzen diese dann selbst zu Akkus zusammen.

Die deutschen Autohersteller verweilten lange beim Verbrennungsmotor, scheuten den Einstieg in die Produktion von Elektroautos. Denn neue Technik verursacht Kosten. Außerdem lässt sich mit den großen Diesel- und Benzin-Schiffen mehr Geld verdienen, als mit den kleinen E-Flitzern. Doch auch die schwerfälligen deutschen Autoriesen kommen an der Elektromobilität nicht mehr vorbei. Jeder von ihnen hat mittlerweile E-Modelle im Programm - und es werden immer mehr.